Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, äußerte sich besorgt über die aktuellen transatlantischen Beziehungen, die durch den Grönland-Konflikt auf eine harte Probe gestellt werden.

Kritische Stellungnahme zur aktuellen Lage

In einer Rede im Europäischen Parlament in Straßburg erklärte von der Leyen: „Wir stehen an einem Scheideweg“. Sie betonte, dass Europa den Dialog bevorzuge, jedoch bereit sei, entschlossen zu handeln, falls dies notwendig werde. „Geeint, schnell, entschlossen“, fügte sie hinzu.

Warnung vor gefährlicher Abwärtsspirale

Von der Leyen kritisierte die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zusatzzölle gegen europäische Verbündete und bezeichnete diese als „schlichtweg falsch“. Sie warnte, dass eine gefährliche Abwärtsspirale innerhalb des Bündnisses die Gegner ermutigen könnte, die man eigentlich aus der strategischen Landschaft fernhalten wolle.

Grönland: Mehr als nur strategische Interessen

Bezüglich Grönland stellte von der Leyen klar, dass die Insel nicht nur ein Gebiet mit kritischen Rohstoffen sei, sondern auch die Heimat eines freien und souveränen Volkes. „Es ist eine Nation mit eigener Souveränität und eigenem Recht auf territoriale Integrität“, betonte sie und wies darauf hin, dass nur die Grönländer über ihre Zukunft entscheiden sollten.

Herausforderungen und notwendige Veränderungen

Von der Leyen wies die Abgeordneten auf die bevorstehenden Herausforderungen hin. „Dieser Moment der globalen Veränderung birgt viele Gefahren“, sagte sie und forderte, dass Europa bereit sein müsse, sich schneller zu verändern und unabhängiger zu werden, um seine Zukunft zu sichern. „Das wird nicht leicht“, fügte sie hinzu.

Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs

An diesem Donnerstagabend kommen die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten in Brüssel zu einem Sondergipfel zusammen, um über mögliche Antworten auf die jüngsten Zolldrohungen Trumps zu diskutieren. Der US-Präsident habe versucht, den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA zu brechen. Die EU erwägt Gegenzölle, falls die US-Zölle in Kraft treten.

Geopolitische Herausforderungen und die Rolle der EU

EU-Ratspräsident António Costa wies auf die gewaltigen geopolitischen Herausforderungen hin und kritisierte die Erosion der internationalen regelbasierten Ordnung. „Die Europäische Union wird aus all dem stärker, widerstandsfähiger und souveräner hervorgehen“, sagte er. Costa betonte, dass man nicht akzeptieren könne, dass das Recht des Stärkeren über die Rechte der Schwächsten gestellt werde.

Источник: https://www.tagesspiegel.de

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